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Dietmund Bellinghausen vor einem Bild der Ausstellung, das seinen Vater zeigt. Foto: Eva Weingärtner

Verbund „Starke Partner – Pflegenetz im Kreis Heinsberg“ lädt zur Wander-ausstellung ein – Fotografien zum Thema „Erinnerungen“ von Dietmund Bellinghausen

Der Verbund „Starke Partner – Pflegenetz im Kreis Heinsberg“ lädt zur Eröffnung der Ausstellung „Erinnerungen“ mit Fotografien von Dietmund Bellinghausen am Freitag, 8. März, 12 Uhr in die Christuskirche Heinsberg ein. 18 schwarz-weiß Fotografien sind zu sehen. Sie alle zeigen Bewohner aus den Einrichtungen des Verbunds und wurden dort aufgenommen. Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung, die reihum in den Einrichtungen der Starken Partner zu sehen sein wird. Am Eröffnungstag kann sie zudem abends ab 18 Uhr besucht werden.

 

Die Idee hinter dem Projekt „Erinnerungen“ von Dietmund Bellinghausen war, Bewohner mit ihrem Erinnerungsstück, das ihnen wichtig ist, ins Bild zu setzen. Zudem ist der 66jährige aus Waldfeucht ein leidenschaftlicher Fotograf, den die Fotografie seit seiner Kindheit fasziniert, ein Leben lang begleitete und die er vor vier Jahren mit dem Renteneintritt zu seinem Beruf machte. Für das Projekt „Erinnerungen“ ging Bellinghausen in die Einrichtungen der Starken Partner, um mit der Kamera die Bewohner in schwarz-weiß vor Ort abzulichten. Drei Wochen war er ein ständiger Gast in den Häusern, kam ins Gespräch mit den Bewohnern, die schnell die anfängliche Scheu gegenüber dem Fotografen verloren und in Erinnerungen schwelgten, sowie lachten. Dabei half ein sogenannter „Anker“. „Fast jeder Mensch hat aus dem Erlebten einen Anker, den er in der Erinnerung behält und oft immer bei sich hat“, sagt Bellinghausen. Beim Betrachten dieses „Ankers“, einer Figur, einem Bild oder einem Andenken würden die Erinnerungen ein Leuchten in die Augen zaubern und ihn in die „gute alte Zeit“ versetzen. Diesen Moment habe er mit seiner Kamera eingefangen. Hier würden die Grenzen der Fotografie überwunden und der Mensch rücke wieder in den Vordergrund, so Bellinghausen. „Die Bewohner waren alle offen. Es war eine tolle Erfahrung“, schwärmt er. Zu jedem Bild könnten er und seine Frau Uschi, die ihn bei den Besuchen begleitete, eine Geschichte erzählen.

 

18 aussagekräftige Bilder, von denen keines nachbearbeitet wurde, sind so zustande gekommen. Da sieht man eine alte Dame mit ihrem Urenkelkind, ein Ehepaar mit einem ihnen wichtigen Gemälde, einen Senior mit einer Holzfigur, eine blinde Seniorin in einer Kapelle als ihrem Lieblingsort und auch Bellinghausens Vater mit Billardstab. Der Blick auf die Personen ist unverfälscht. Sie sind eindrucksvoll in Szene gesetzt. Dass dies jedoch auch jede Menge Arbeit für den Fotografen und seine Modelle bedeutete, gesteht Bellinghausen. „Ich habe anderthalb Stunden fotografiert. Dabei sind zu jeder Person an die 70 Fotos entstanden.“ Das Beste habe er dann ausgewählt. „Das ist mein künstlerischer Anspruch. Ich will keine schönen Fotos machen, sondern gute“, erklärte Dietmund Bellinghausen. Alle 18 Bilder werden bei der Ausstellung zu sehen sein. Zu den Bildern wird es kleine erklärende Zettel geben sowie farbige Bilder, die zeigen, wie er und seine Frau gearbeitet haben. „Wir freuen uns, dass viele Menschen nun die Bilder betrachten können“, so Bellinghausen. Dankbar sei er den Bewohnern, die sich zur Verfügung stellten, sowie den Einrichtungen der Starken Partner sowie deren Mitarbeiter, die die Arbeit unterstützt haben.

 

 

INFO

Dem Verbund „Starke Partner – Pflegenetz“ im Kreis Heinsberg sind folgende Einrichtungen angeschlossen: Alten- und Pflegeheim Marienkloster in Dremmen, Altenheim St. Josef gGmbH Übach-Palenberg, Caritasverband für die Region Heinsberg, Katharina Kasper-Heim der ViaNobis GmbH in Gangelt, Lambertus gGmbH in Hückelhoven und St. Josef in Selfkant-Höngen, Waldenrath, Erkelenz, Heinsberg, Oberbruch und Wegberg.