Die zehn häufigsten Fragen am Pflegetelefon.

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens 6 Monate, im erheblichen oder höherem Maße (§ 15) der Hilfe bedürfen

Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen sind:

im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, die Darm- und Blasenentleerung

im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung

im Bereich der Mobilität das selbstständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen Reinigen der der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche Kleidung oder das Beheizen der Wohnung.

Stufen der Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftige der Pflegestufe I sind Personen die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen

Pflegebedürftige der Pflegestufe II sind Personen die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach der Woche bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss mindestens drei Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege zwei Stunden entfallen.

Pflegebedürftige der Pflegestufe III sind Personen die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss mindestens fünf Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.

Bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen. Die Pflegekasse leitet die Anträge zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung weiter. Der Medizinische Dienst soll, soweit der Versicherte einwilligt, die behandelnden Ärzte des Versicherten,sbesondere die Hausärzte, die Begutachtung einbeziehen und ärztliche Auskünfte und Unterlagen über die für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit wichtigsten Vorerkrankungen sowie Art, Umfang und Dauer der Hilfebedürftigkeit einholen. Mit Einverständnis des Versicherten sollen auch pflegende Angehörige oder sonstige Personen oder Dienste, die an der Pflege beteiligt sind, befragt werden. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung teilt das Ergebnis seiner Prüfung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit unverzüglich mit.

Was ist der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege?

§ 42 Kurzzeitpflege: Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege einer vollstationären Einrichtung. Die gilt:

für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung oder

in sonstigen Krisensituationen, denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu einem Gesamtbetrag von 1 510€

§ 39 Verhinderungspflege: Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderungspflege mindestens 6 Monate seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekasse können sich auf bis zu 1 510€ belaufen.
Hierzu erteilt ihre zuständige Pflegekasse weitere Auskünfte

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmittel. Die Pflegekasse überprüft die Notwendigkeit der Versorgung mit den beantragten Pflegehilfsmitteln unter Beteiligung einer Pflegefachkraft oder des Medizinischen Dienstes

Was heißt Pflegestufe 0?

Personen die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung haben, der nicht das Ausmaß der Pflegestufe 1 erreicht.

Was passiert wenn ichs Altenheim muss?

Die Entscheidung ein Altenheim zu ziehen trifft der Betroffene selbst oder der Bevollmächtigte bzw. gesetzliche Betreuer,sofern er die Befugnis hat, über den Einzug eine stationäre Einrichtung der Altenpflege zu entscheiden.

Sie suchen sich das Haus Ihrer Wahl aus und nehmen Kontakt zur Einrichtung auf. Es erfolgt ein erstes Informationsgespräch. Sobald der von Ihnen gewünschte Platz frei ist, können Sie einziehen. Vorab sind Fragen der Finanzierung zu klären und es müssen eine Anamnese und eine Biografie erstellt, sowie verwaltungstechnische Abläufe geklärt werden. Dabei geht es zum Beispiel um den zukünftigen Wohnsitz, wie die Ummeldung organisiert wird. Gerne begleiten Sie die Mitarbeiter der Alten- und Pflegeheime bei den Vorbereitungen des Einzugs, damit Sie aller Ruhe und ohne Stress den Einzug Angriff nehmen können.

In erster Instanz finanziert die Bewohnerin bzw. der Bewohner seinen Aufenthalt im Alten- und Pflegeheim selbst. Die entstehenden Kosten muss er aus seinem Einkommen (Rente, Miete, Pacht, etc.) und seinem vorhandenen Vermögen (Bargeld, Sparvermögen, Festgeld, Haus, Ländereien, etc.) bezahlen. Sollte sein Vermögen die 10.000,00 € Grenze unterschreiten, so kann das Pflegewohngeld beantragt werden. Mit diesen Geldern wird nur ein Teil der Kosten (die Investitionskosten des Alten- und Pflegeheimes) getragen. Sobald das Gesamtvermögen einer einzelnen Person 2.600,00 € unterschreitet kann ein Antrag auf Übernahme der ungedeckten Heimkosten beim Sozialamt gestellt werden. Das Sozialamt wird den Antrag prüfen und über die Bewilligung entscheiden. Genaue Angaben zur Sozialhilfeberechtigung erteilen die zuständigen Sozialämter einem Informationsgespräch. Wenn das Sozialamt die Kosten übernimmt besteht ein Unterhaltsanspruch gegenüber den eigenen Kindern, auch hierzu erteilt das zuständige Sozialamt weitere Auskünfte.

Grundsätzlich sollte das eigene Vermögen (Haus, Land, Sparvermögen, Renteneinkünfte, etc.) für die Finanzierung des Heimplatzes eingesetzt werden! Erst dann wenn die Kriterien für die Finanzierung durch das Sozialamt vorliegen, dies prüft das zuständige Amt zuvor, kann der Schonbetrag von 2.600,00 € erhalten bleiben.

Eine Betreuung wird vom Amtsgericht eingerichtet, wenn jemand nicht mehr der Lage ist, seine Angelegenheiten zu regeln. Die Vorraussetzungen für die Einrichtung einer Rechtlichen Betreuung sind § 1896 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Hierzu gehört zum Beispiel eine psychische Krankheit und/oder seelische Behinderung, die dazu führt, dass der Betroffene seine Angelegenheiten (beispielsweise den Abschuss eines Vertrages, die Beantragung von Sozialleistungen oder Entscheidungen über medizinische Behandlung) nicht mehr alleine regeln kann, hierzu erteilt das zuständige Betreuungsamt weitere Auskünfte.

Während der Betreuungszeit ist der Tagespflegegast sehr gut versorgt und die Angehörigen haben einmal Zeit für sich und können sich eine "AusZeit" gönnen. Menschen die tagsüber nicht länger allein zu Hause sein wollen,

- die gemeinsam mit anderen den Tag gestalten möchten,
- die einsam sind und sich zurückziehen,
- die umfassende Hilfe und Betreuung benötigen.
- kann von älteren Menschen besucht werden, die zu Hause leben, jedoch eine umfassende Förderung und Betreuung benötigen.
- ist eine kostengünstige familiäre Betreuungsform.
- entlastet Sie als pflegende Angehörige.
- verhindert oder verzögert die Aufnahme eine Pflegeeinrichtung.
- ist mit fachlich qualifizierten und engagierten Mitarbeitern besetzt, die sich liebevoll um ihre Gäste kümmern.
- bietet Raum für besondere Dementenbetreuung.
- ermöglicht es den Gästen den Tag mit Spaß und Guter Laune Gesellschaft anderer abwechslungsreich zu erleben.
- bedeutet, dass unsere Gäste abends wieder zurückkehren ihre eigenen „vier Wände“.

Weitere Informationen erhalten sie unseren Tagespflegehäusern